Paphos, ein kleiner Überblick. Die Stadt, die Strände und die beste Reisezeit

Wer die ruhigere, unkultivierte Seite Zypern kennenlernen möchte, der fliegt nach Paphos. Nicht umsonst wurde die Stadt 2017 zur Europäischen Kulturhauptstadt ernannt.
Als ich damals nach Paphos flog, wusste ich von alldem nichts. Es war mein erstes mal auf Zypern und ich hatte keine Ahnung was mich erwartet. Rückblickend waren es, Stände, Kultur, Hitze, gutes Essen und noch mehr Strände.

Die Stadt Paphos

Bei Paphos muss zwischen der Stadt und dem Bezirk Paphos unterschieden werden, der sich über einen Größen Teil der westlichen Hälfte von Zypern erstreckt.
Die Stadt Paphos, das einmal als kleines Fischerdorf angefangen hatte, kann grob in zwei Teile zerlegt werden. Die Unterstadt, Kato Paphos und die etwas höher gelegene Oberstadt Ktima.

Kato Paphos

Kato Paphos beherbergt den Hafen und die Ausgrabungsstätte mit den Königsgräbern. Vom Hafen führt eine Promenade bzw. Spazierweg an der Küste entlang, die immer wieder von Badestellen unterbrochen wird. Nach einiger Zeit reiht sich ein Hotel mit Privatstrand ans Nächste. Wobei Privatstrand etwas irreführend ist. Während die Umkleidekabinen und Toiletten an den öffentlichen Stränden oft kostenlos sind, sind die in den Hotelanlagen nur für Hotelgäste. Der Zugang zum Meer und die Möglichkeit zu Baden steht aber jedem in Zypern offen. Es gibt viele Restaurants in Kato Paphos und auch die Kings Mall, das Einkaufszentrum von Paphos ist gut erreichbar.

Vom Hafen führt eine Promenade vorbei an Geschäften und Cafés.
Wie auch in Deutschland gibt es in Paphos einige Freiluft Sportgeräte die gern von jedem genutzt werden können.
Einige Strände besitzen nicht nur Umkleidekabinen sondern auch gleich ein Café bzw. Bar.
Die Kings Mall liegt eher Zentral im Inneren von Kato Paphos.

Ktima

Ktima lässt sich eher mit der Altstadt von Paphos beschreiben. Mit viel Geld hat dort die Stadtveraltung den alten Markt neu aufbauen lassen. Wer Mitbringsel sucht, wird hier auf jeden Fall fündig. Hier ist auchder Busbahnhof zu finden, mit dem entferntere Strände und der Zoo auch ohne Auto gut zu erreichen sind. Die Buszeiten waren für mich etwas gewöhnungsbedürftig. Während einige, vor allem touristische Stellen teilweise im Viertelstundentakt angefahren werden, sehen andere Strecken teilweise nur 2-3 mal pro Tag einen Bus vorbeikommen.

 
 
 

 

Strände in und um Paphos.

Wer einen Badeurlaub sucht, ist im Gebiet Paphos genau richtig. Vor allem die große Varianz an unterschiedlichen Stränden ist beeindruckend. In der Unterstadt finden sich, wie schon erwähnt Badestellen mit z.B. einer Treppe als Einstieg, aber auch Steinstrände und Strände mit kleinem Sandanteil sind zu finden.
Außerhalb der Stadt Paphos sind verschiedene Strände und Strandtypen anzutreffen. Darunter sind komplette Felsenstände und auch wunderschöne Sandstrände. Zum Beispiel der Venus Bleu Beach.

Die Fotos sind vom Januar 2026. Alle Liegen sind weggepackt und es ist kein Rettungsschwimmer vor Ort. Jedoch sind die Umkleidekabinen und Duschen offen und es gab sogar einige, die sich ins Nass getraut hatten.
Die Wellenbrecher sorgen dafür, dass alles schön ruhig und ohne Strömung ist.
Selbst unten am Eingang gibt es kleine Fußwaschanlagestellen. ( Die zwei Wasserhähne links und rechts, unten an der Treppe.)

Wunderschöner Sandstrand. WC, Duschen und Umkleide sind erst vor kurzem neu gemacht worden. Großer Parkplatz und genau auf der anderen Seite des Parkplatzes ein Lidl und die Busanbindung. Ich glaube, besser geht’s fast nicht. Ein Teil des Strandes ist mit Liegewiesen und Schirmen zum Mieten bestückt. Die Preise für zwei Liegen mit Schirm liegen bei 15-20 Euro. Es hindert einen aber niemand dran seine eigene Liegedecke und Sonnenschirm mitzubringen. Trotz diesem, für mich, perfekten Sandstrand, habe ich später eine Vorliebe für Stein/Kiesstrände entwickelt. Ja, es bei Kiesstränden zu empfehlen Strandschuhe zu tragen, aber dafür kriecht der Sand nicht überall hin. Wer aber direkt nach diesem Urlaubsfeeling sucht, Sonne, Meer und Strand, wird in Zypen auf jeden Fall fündig.
Einige Strände, die nicht in einer Bucht liegen wurden erst durch künstlich angelegte Wellenbrecher badefähig gemacht.  Die Warnungen vor dem Meer an den verschiedenen Stellen, wo keine natürlichen oder künstlichen Barrieren zu finden sind, sollte also Achtung geschenkt werden.


Eine Endstadtion von Paphos aus, ist die Coral Bay. Eine wunderschöne Badebucht mit reichhaltigen Wassersportangebot. Generell sind fast alle Strände in Zypern mit der Blauen Flagge für Nachhaltigkeit und Sauberkeit ausgezeichnet und das Meer erreicht im Sommer ohne Probleme 24 Grad. Wobei sich das für mich oft wärmer an gefühlt hat.

Wann ist die beste Zeit Paphos zu besuchen?

Die Urlaubszeiten in Paphos lassen sich wie so oft in Hauptsaison, Schultersaison und Nebensaison einteilen. Und meiner Meinung nach ist die Schultersaison die beste.

Die Hauptsaison geht von Juli bis August und ist auch die heißeste Zeit mit durchschnittlich 30° C am Tag. Ein Glück, dass die Klimaanlage zum Standard in Zypern gehört. Perfektes Wetter für Strandurlaub, Aktivitäten sollten jedoch in den Vor- und Nachmittag verlegt werden. Wir hatten auch Tagesausflüge in die Wälder des Troodos Gebirges gemacht, dort liefern die Blätter einen natürlichen Sonnen- und Hitzeschutz. Leider auch die teuerste Zeit des Jahres.

Wer keine Kinder im schulpflichtigem Alter hat, dem sei die Schultersaison von Mai-Juni und September-Oktober empfohlen. Nicht ganz so heiß, nicht so voll und preiswerter. Die perfekte Reisezeit.

Wer kein Interesse an einem Badeurlaub hat, jedoch die kulturellen Schätze ohne brütende Hitze betrachten möchte, dem ist die Nebensaison von November bis April empfohlen. Die durchnittlich 25 Regentage im Jahr in Zypern, fallen jedoch meistens auch in diese Zeit. Aus dem winterlichen Deutschland kommend, brauchte ich im Januar in Zypern nur eine leichte Jacke gegen den Wind und hatte das Gefühl einen Sonnigen Frühlingstag zu erleben.

Ich hoffe ich konnte euch Lust auf Paphos machen. Bei Fragen oder Anmerkungen schreibt mir gerne in die Kommentare.

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